Kondensation

Kondensation entsteht, wenn warme, feuchte Luft aus dem Gebäudeinneren an kalten Oberflächen abkühlt (z.B. an kaltem Fensterglas) und dabei Wasserdampf abgibt. Das geschieht dann wenn die Menge die die Luft an Wasserdampf aufnehmen kann überschritten wird. Wenn die Feuchtigkeit nicht abtrocknen kann, kann das zu Feuchteschäden.
Kondensation durch Dampfdiffusion
Dampfdifussion ist ein langsamer natürlicher Prozess, der in jeder Baukonstruktion vorkommt. Wasserdampf in den Raumluft bewegt sich vom Innenbereich mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zum trockeneren Außenbereich. Wenn die Luft dann im Verlauf der Diffusion auf kalte Oberflächen trifft, kann es zur Kondensation kommen. Dabei ist es dann wichtig, dass sich weiteren Verlauf der Baukonstruktion nach außen keine dampfdichten Schichten, wie beispielweise eine bituminöse Abdichtung oder eine Metalleindeckung befinden, da die Feuchtigkeit sonst nicht nach außen abtrocknen kann. Immer wenn diffusionshemmende Schichten auf der Außenseite liegen, sollte eine belüftete Luftschicht zwischen Dämmung und Dachhaut angeordnet werden.



 
Kondensation durch Konvektion
In der Praxis sind Kondensationsprobleme durch Konvektion vor allem auf eine mangelfafte Ausführung der Konstruktion zurückzuführen, vor allem bei der Ausführung der Luftdichtheitsschicht. Konvektion entsteht dann, wenn Luftströme ungehindert von innen an weiter außenliegende Bauteilen gelangen. Der Einfluss von offenen Fugen in der Ebene der Luftdichtung ist nicht zu unterschätzen. Über eine 1mm breite Fuge von 1 Meter Länge kann an einem Tag fast ein ganzer Liter Wasser in die Baukonstruktion gelangen. Die Menge des möglicherweise entstehenden Kondensats ist um ein vielfaches größer als bei der Dampfdifussion austrocknen kann und wird somit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Feuchteschäden und Schimmel führen.

  
Faustregeln zur Vermeidung von Kondensation in der Konstruktion
  • Sorgen Sie für eine luftdichte Konstruktion, sodass eine Kondensation durch Konvektionsströme ausgeschlossen wird.
  • Arbeiten Sie stets mit einer Dampfbremse an der Innenseite der Dämmung. Die Außenseite der Konstruktion sollte so diffusionsoffen wie möglich sein, sodass eine eventuell vorhandene Kondensationsfeuchtigkeit nach Außen afgeführt werden kann.
  • Das Entstehen von Kondensation durch Dampfdifussion sollte kein großes Problem darstellen, solange die Gesamtmenge begrenzt bleibt (< 150 g/m²) und die Konstruktion in der Lage ist, Jahr für Jahr in den wärmeren Monaten selbst auszutrocknen.
  • Wenn eine Dampfbremse an der Innenseite nicht möglich ist, so kann diese unter bestimmten Voraussetzungen auch im Aufbau angebracht werden. Das kommt regelmäßig vor, wenn eine vorhandene Dachkonstruktion mit Zwischensparrendämmung an der Außenseite mit Aufdachdämmung isoliert wird. geprüfte Dachaufbauten finden sich in der UNILIN Publikation „Konstruktionsempfehlungen für Steildächer mit PU-Dämmstoffen“.
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    Bedeutung der Ventilation
    Der natürliche Transport des Dampfes von innen nach außen kann zu keiner Zeit eine ausreichende Lüftung ersetzen. Eine regelmäßige Lüftung, egal ob durch ein kontrolliertes Lüftungssystem oder durch das Öffnen von Fenstern, trägt zu einem gesunden Innenklima bei und begrenzt die Menge des Wasserdampfes der Innenluft.

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